Das Gründungstreffen des Netzwerkes fand am 12.01.2007 am Lehrstuhl Orthopädie im Orthopädischen Zentrum für Muskuloskeletale Forschung statt.


Das Netzwerk zur Erforschung von Knochenmetastasen hat sich folgende Ziele gesetzt

  • Etablierung eines Forschungsverbundes
  • Erforschung molekularer Mechanismen der Knochenmetastasierung
  • Entwicklung neuer Strategien zu Prävention und Therapie
  • Aufbau einer Plattform für Informationsaustausch und Translation
  • Organisation regelmäßiger Workshops
  • Verbesserung der wissenschaftlichen und öffentlichen Wahrnehmung des Themas


Hintergrund: Metastasierung von Tumoren in den Knochen ist ein Ereignis, das oft zentral ist für den Verlauf einer Tumorerkrankung. Zellen, die sich aus dem Tumorverbund lösen, durchlaufen eine epithelial-mesenchymale Transition, ein Vorgang, der in der Entwicklungsbiologie von Bedeutung ist und hier einer sich ausbreitenden Tumorzelle zum Vorteil wird. Das Homing einer Tumorzelle im Knochen und die spätere Ausbreitung im neuen Gastgewebe verursachen zudem eine interaktive Beeinflussung der Tumorzellen durch die neue Umgebung einerseits und der knochen- und knochenmarksbeheimateten Zellen durch die Tumorzellen andererseits. Diese Wechselwirkungen führen unter anderem dazu, dass die Population der Tumorzellen, die sich schließlich im Knochen ausbreitet, eine völlig neue Biologie aufweist. Metastasen sprechen daher im Vergleich mit dem Ursprungstumor häufig nicht in gleicher Weise auf systemisch angewendete Therapie-Verfahren an. Das Phänomen der Knochenmetastasierung wird international hochkompetitiv bearbeitet, lediglich in Deutschland gibt es nur wenige Arbeitsgruppen, die sich bisher mit dem Thema befassen. Das Netzwerk SkelMetNet hat sich zum Ziel gesetzt, diese Forschung in Deutschland besser zu etablieren. Die Gruppierung versteht sich als ein offenes Netzwerk mit einem grundlagenwissenschaftlichen Ansatz, der sehr stark auf interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit und auf Translation ausgerichtet ist.



 

Modell der komplexen Interaktion von Tumorzellen und Knochenzellen